Drei Jannings gewinnen drei Medaillen bei der Bezirksmeisterschaft im Bogenschießen

13.05.2019
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Unter den Bogensportlern hat Bocholt den zweifelhaften Ruf von oft verregneten Turnieren. Am vergangenen Sonntag kam es, bis auf wenige Tropfen, ganz anders. Das Wetter war freundlich, aber die Temperaturen leider wenig frühlingshaft und die frischen Böen ließen die zahlreichen Schützinnen und Schützen noch mehr frösteln.

Eiskalt erwischt hat es dabei Joachim Janning in der Masterklasse der olympischen Recurvebögen. Nach drei guten Einschießpassen hatte er sich bereits seiner Trainingsjacke entledigt, allerdings begann der Wettkampf aufgrund einer überraschenden Entscheidung des Kampfrichters nicht sofort im Anschluss, sondern erst 10 Minuten später.

Bei nur 5 Grad frierend, schoss er mit den ersten sechs Wertungspfeilen lediglich 38 von 60 möglichen Ringen. Ein miserabeler Start in eine Meisterschaft. Er behielt jedoch die Nerven, wärmte sich nochmals auf und es folgten fünf sehr gute Passen mit jeweils 51 und mehr Ringen auf die 60-Meter-Entfernung. Am Ende des ersten Durchgangs hatte er den Fauxpas vom Anfang mehr als wettgemacht und kam auf 300 Ringe.

Wie auch schon bei der kürzlichen Kreismeisterschaft in Mesum entwickelte sich erneut ein spannendes Bruderduell. Der jüngere Michael wollte da nicht nachstehen, startete deutlich besser und schoss konstant auf hohem Niveau. Es kam wie es kommen musste: nach den sechs Passen vor der Pause hatte er ebenfalls genau 300 Ringe und belegte mit diesem Top-Ergebnis lediglich aufgrund einer 10 weniger Platz 3 hinter seinem älteren Bruder. In Führung lag zu diesem Zeitpunkt Jörg Robert aus Reken mit drei Ringen mehr als die beiden neuenkirchener TB-Sportler. Die anderen 19 Starter in dieser Klasse waren da schon deutlich distanziert. 

Im zweiten Abschnitt konnten sich die Brüder allmählich an dem Rekener vorbeischieben und es ging zwischen den Jannings weiter hin und her. Mal lag der Eine und mal der Andere um einen Ring vorne, mal beide wieder gleichauf. Erst in der vorletzten Passe wurde der Abstand mit vier Ringen minimal größer. Es kam also, wie in Mesum, wieder auf die letzten sechs Pfeile an.

Während Joachim nochmals eine solide 50 gelang, unterlief Michael Janning leider ein "M", also ein Schuss an der Zielscheibe vorbei und auch die anderen fünf Pfeile waren nicht ganz optimal. Durch die 38 kam er zum Schluss auf insgesamt 583 Ringe und fiel auf den trotzdem erfreulichen Bronzerang zurück. Joachim verteidigte seinen Bezirksmeistertitel mit 599 Ringen vor Jörg Robert mit 591.

Am frühen Nachmittag ging es dann für Joachims Tochter und Michaels Patenkind Leandra los. Sie begann in der Klasse der 13- und 14jährigen Schülerinnen A auf die 40-Meter-Distanz recht nervös. Der dreimonatige Trainingsrückstand aufgrund einer Erkrankung am Jahresanfang verunsicherte sie sichtlich und ließ sie mit einzelnen mittelmäßigen Pfeilen hadern, statt sich über die vielen guten zu freuen. 

Einer der anwesenden Trainer gab der Schützin des Münsterlandkaders kleinere Tipps und ihr Vater beruhigte und motivierte sie zusehends. Nach der ersten sehr guten Passe war ihr Selbstvertrauen sofort zurück. So lief es schnell noch besser für Janning und mit 288 Ringen hatte sie am Ende ihren zweitbesten Durchgang überhaupt erreicht. Dieser bedeutete Platz 2 mit nur sechs Ringen Rückstand auf Gold.

Nach der Pause zeigte Leandra eine weitere ansprechende Leistung mit 283 Ringen, während die anderen fünf Teilnehmerinnen weiter zurückfielen. Auch die bis dahin Führende brach leistungsmäßig ein. So gewann sie trotz eines "M´s" in der letzten Passe aufgrund eines unsauber eingelegten Pfeils Gold mit neun Ringen Vorsprung auf Nele Luczynski aus Schapdetten und 24 auf Patricia Ostendorf aus Stadtlohn.

Alle drei Jannings haben sich damit für die Landesmeisterschaft in Bochum (Schüler) bzw. Dortmund-Barop (Erwachsene) qualifiziert, an der Michael jedoch aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen kann.

Quelle: Bericht: Joachim Janning, Fotos: Joachim und Beate Janning

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