Leandra gewinnt in Reken und Münsterlandcup. Joachim wirft beide Siege weg.

16.09.2018
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Am gestrigen Samstag trafen sich die Bogensportler zum letzten Freiluftturnier des Jahres in Reken. Das Benediktusturnier ist mittlerweile überregional bekannt und daher schon lange ausgebucht gewesen. Neben vielen Münsterländern waren auch Teilnehmer aus Köln, den Niederlanden und sogar aus Luxemburg angereist.

Bei diesem 900er-Turnier sind je 30 Pfeile auf 60, 50 und 40 Meter zur schießen, allerdings gibt es auch geringere Entfernungen für Schüler und Anfänger. Wichtig ist hierbei nicht nur die Einzelwertung dieser Veranstaltung, denn sie gehört neben denen in Bergkamen, Ahlen und Bocholt zur Serie des Münsterlandcups. Dabei müssen für die Gesamtwertung mindestens drei Turniere bestritten werden. Bei Teilnahme an allen vier wird das schlechteste Ergebnis gestrichen. Für einen Sieg gibt es 100 Punkte, für Platz Zwei 97, für Rang Drei 94 usw.

Es kam auch der Spaß nicht zu kurz und das Wetter zeigte sich, bis auf einen kurzen Nieselschauer, nochmals von seiner besten Seite. Am Ende einer kangen Sommersaison merkte man aber fast allen Schützinnen und Schützen an, dass die Kraft und Konzentration nicht mehr auf dem Niveau vergangener Monate lag.

Für den TB Burgsteinfurt waren Leandra Janning, Dirk Meulendyck und Joachim Janning dabei. Drei andere angemeldete TB´ler traten gar nicht erst an. Für Dirk war das Turnier zu früh beendet. Schon kurz vor Ende des ersten Durchgangs musste er leider aufgeben.

Leandra schwächelte bei den Schülern A zunächst etwas auf die für sie gewohnte Wettkampfdistanz von 40 Metern. 216 Ringen folgten bessere 243 auf 30 Meter und auf 20 Meter legte sie so richtig los und schaffte sehr gute 275 von 300 möglichen Ringen. Das macht Hoffnung für die bald beginnende Hallensaison, in der die (allerdings kleineren) Ziele in 18 Metern Entfernung stehen.

An diesem Tag gewann sie Gold in Reken und holte sich mit der fast optimalen Ausbeute von 297 Gesamtpunkten aus drei Turnieren souverän auch den Sieg im Münsterlandcup, nachdem sie auch schon in Ahlen gewonnen hatte und beim Auftakt in Bergkamen Zweite wurde.

Joachim rechnete sich in der mit 15 Startern wieder am stärksten besetzten Masterklasse wenig aus, machte ihm doch immer noch der Trainingsrückstands durch wochenlange Rückenprobleme zu schaffen. Er wollte aber zumindest einen Platz auf dem Podest in der Gesamtwertung verteidigen. Vor dem Turnier in Reken lag er da vorne, aber es galt, an diesem Tag zwei knapp hinter ihm platzierte Konkurrenten in Schach zu halten.

Mit eher durchschnittlichen 253 Ringen auf 60 Meter sah er seine Chance dazu bereits vertan, stellte aber beim Blick auf die Zwischenwertung erstaunt fest, dass die Anderen auch kaum besser getroffen hatten und er nur zwei Ringe hinter dem Führenden auf Platz Drei lag. So konzentrierte er sich nochmals, steigerte sich auf 50 Meter auf gute 267 Ringe und lag nach dem zweiten Abschnitt mit vier Ringen Vorsprung in Führung.

Auf die "kurzen" 40 Meter sollte dieser Abstand eigentlich leicht ins Ziel zu bringen sein, aber dann unterlief Joachim ein simpeler, aber folgenschwerer Fehler, der einem solch erfahrenen Sportler eigentlich nicht passieren darf. Die erste Passe à sechs Pfeilen lag zu tief und er musste das Visier stark korrigieren. Die nächste lief auch nicht viel besser. Damit war der Vorsprung direkt zu einem nicht mehr aufholbaren Rückstand geworden. Es stellte sich heraus, dass Janning die im Training ermittelte Visiereinstellung für diese nur zweimal im ganzen Jahr zu schießende Distanz schlichtweg falsch notiert und sich auf der Skala um einen halben Zentimeter vertan hatte.

Er schoss dann die letzten drei Passen nur noch enttäuscht und verärgert über seinen Fehler irgendwie zu Ende und wurde letztlich Vierter. Eine weitere Quittung dafür erfolgte, als er festestellte, dass ihm trotzdem nur drei Ringe auf Bronze fehlten, die mit mehr Motivation immer noch drin gewesen wären. Da mit dem Ersten Ralf Eggert aus Bergkamen so zumindest einer seiner Konkurrenten um den Gesamtsieg vor ihm lag, fiel er im Münsterlandcup unnötigerweise mit nur drei Punkten weniger auf den aber immer noch sehr guten zweiten Platz zurück.

Damit hatte Joachim am Ende doch noch seine Serie der vergangenen vier Jahre fortgesetzt. Seitdem diese Turnierserie gegründet wurde, landete er auf den Plätzen Zwei, Eins, Zwei, Eins und nun eben wieder Zwei. Ein gutes Omen für 2019...

Quelle: Bericht: Joachim Janning, Fotos: Joachim u. Leandra Janning

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