Joachim Janning hat an der Deutschen Meisterschaft in Wiesbaden teilgenommen.

19.08.2018
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Mit seinen 605 Ringen und Bronze bei der Landesmeisterschaft in Oberbauschaft hatte sich Joachim Janning für die Deutsche Meisterschaft in Wiesbaden an diesem Wochenende qualifiziert.

Für ihn ging es bereits in der ersten Startgruppe am frühen Freitagmorgen los. Die Trainingspfeile wurden schon um 7.45 Uhr geschossen, gefolgt einigen Ansprachen. Pünktlich um 9 Uhr startete dann der Wettkampf mit 86 Teilnehmern in der Klasse Recurve Master.

Bereits beim Einschießen hatten alle Bogensportler mit den sehr widrigen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Bei zum Schluss weit über 30 Grad gestalteten sich schon die Sichtverhältnisse aufgrund des Sonnenstandes im rechten Winkel etwas schwierig, was ein permanentes Nachjustieren des Visiers erforderlich machte. Noch übertroffen wurde dieser "regelbare" Umstand durch die teils extremen Windböen.

Die umstehenden Hochhäuser trugen wohl dazu bei, dass es zu enormen Verwirbelungen über dem gesamten Gelände kam. Teilweise herrschte Rückenwind an der Schießlinie, an den 122 cm großen Zielscheiben in 60 Metern Entfernung jedoch Gegenwind und dazwischen blies er stark von der linken Seite. Kurioserweise drehten die Windrichtungen teilweise binnen Sekunden komplett. So passierte es mehrfach, dass Joachim Pfeile technisch sehr sauber löste, sie nach wenigen Metern aber derart "verblasen" wurden, dass sie ins Taumeln gerieten und schräg die Scheibe trafen.

Soetwas hatte fast keiner der Bogenschützen jemals erlebt, Joachim auch noch nicht, und war einer Deutschen Meisterschaft eigentlich unwürdig. Da es sich aber um eine Freiluftsportart handelt und der Wind alle Sportler gleichermaßen betraf, war es dennoch ein fairer Wettbewerb, bei dem jedoch sämtliche Schützen, selbst die auf den vorderen Rängen, unter ihren Möglichkeiten blieben. 57 (!) der 86 Angetretenen blieben am Ende sogar unterhalb des vorherigen Qualifikationslimits von 600 Ringen!

So schoss auch Janning mit jeweils 294 Ringen in beiden Durchgängen, also insgesamt 588, sein niedrigstes Turnierergebnis in der Masterklasse überhaupt, erreichte damit aber immerhin noch Platz 52. Damit war er auch bei den Bedingungen recht zufrieden, war er doch erst am Vorabend direkt aus dem Urlaub angereist und hatte auch in den Wochen davor aufgrund von Rückenproblemen, die ihn auch jetzt noch sehr einschränkten, kaum trainieren können. So fehlte ihm natürlich Einiges an Kraft und insbesondere im zweiten Abschnitt musste er diverse Male den Bogen wieder absetzen und erneut ausziehen.

Für ihn war jedoch allein mit der nun vierten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft in den erst sieben Jahren, seit Joachim spät mit dem Bogensport begonnen hat, der Saisonhöhepunkt bereits erreicht und mit großen Ambitionen war er eh nicht angetreten. Daher hatte er dann auch mit den anderen drei Schützen auf Scheibe Nr. 47 (Hans Rausch / SG Mainz, Michael Meurer / TSV Much 1913 und Jürgen Zizmann / SG Gechingen) viel Spaß und beendete das Turnier mit dem letzten Pfeil optimal mit seinem dritten "X", also einem Treffer in den nur 6 cm kleinen mittlersten Ring innerhalb der 10.

Quelle: Bericht: Joachim Janning, Fotos: Joachim u. Leandra Janning

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