Bogenschützen gewinnen Kohle beim 12-Stunden-Turnier!

11.06.2017

Einen sehr langen Tag hatten gestern acht Bogensportler beim 10. Ibbenbürener 12-Stunden-Turnier. Schon um 7 Uhr waren fast alle am Platz und gegen 21.45 Uhr war die Siegerehrung beendet.

Wie immer war es ein fast schon familiäres Treffen, bei dem zwischen den Wechseln der Teammitglieder reichlich Zeit für Gespräche mit den Vereinskameraden und vielen befreundeten Schützen anderer Vereine blieb. Einige traten mit witzigen Namen oder lustigen T-Shirts an. Man könnte also von einem "Spaßturnier" sprechen, wäre da nicht auch noch die besondere Anforderung, auf die 30-Meter-Distanz mehr als doppelt so viele Pfeile wie in einem normalen Wettkampf zu schießen. Da hieß es: Konzentration behalten und die Kräfte gut einteilen. Am Ende waren alle mehr oder weniger erschöpft und mit den gezeigten Leistungen zufrieden.

Nach der Begrüßung wurden die ca. 110 Teilnehmer überrascht, als ihnen anlässlich des zehnjährigen Jubiläums ein kleiner Bogenschütze aus Holz samt Widmung überreicht wurde. Um Punkt 8 Uhr ging es dann los. Die Mannschaften konnten ihre maximal drei Schützen außerhalb der Passen à drei Pfeilen beliebig wechseln, bis dann kurz vor 20 Uhr die allerletzte Passe angekündigt wurde, in der traditionell jeder der Schützen noch einmal einen Pfeil für die gemeinsame Wertung geschossen hat.

Der Turnerbund Burgsteinfurt trat diesmal mit gleich drei Teams an die Schießlinie:

"Frauen-Power", bestehend aus Karola Laukötter, Johanna May und Anita Weber, ging ohne große Ambitionen an den Start, haben doch alle Drei kaum Turniererfahrung, schießen selten auf eine so weite Entfernung und wenn, dann auch eher nicht auf die kleineren 80cm-Auflagen. Immerhin waren sie das einzige reine Damenteam und zeigten mit einem tollen Plakat besondere Kreativität. Klar, dass das gleich an den Pavillon drapiert worden ist. Sie hatten sichtlich Spaß an der Veranstaltung und wurden am Ende mit 2.963 Ringen 17. bei den Recurve-Mannschaften.

In derselben Klasse wurden "Fred und die Feuersteins" mit Fred Wasserberg, Markus Grötzner und Joachim Janning sehr guter Zweiter! Nachdem Joachim den ersten Durchgang geschossen und das Team in Führung gebracht hatte, fiel es im zweiten auf den 4.Platz zurück, als Markus zunächst einige Passen brauchte, um dann noch häufiger die Mitte zu treffen. Fred holte mit einer starken Leistung auf und so waren die Drei nach Abschnitt drei auf dem 2. Rang. Ab dem vierten Durchgang wechselte man dann alle 12 Passen. Markus hatte sich mittlerweile auch auf ein sehr gutes Niveau gesteigert und so lagen sie immer auf den Verfolgerrängen.

Vor dem letzten Durchgang waren sie, trotz der guten Leistungen, plötzlich "nur" Vierter, sammelten noch einmal die letzten Kräfte und wurden im Endspurt dann doch letztlich mit 4.184 Ringen Zweiter! Wie hoch das Leistungsniveau war zeigt die Tatsache, dass zwischen dem 2. und 4. Platz gerade einmal 11 Ringe lagen. Auch der Sieger, in dem Schützen aus dem Landeskader antraten, war nur 32 Ringe vor den TB-lern und das bei deutlich über 4.000 erzielten Ringen! Belohnt wurden die Anstrengungen für "Fred und die Feuersteins" mit einem großen Stück Kohle auf einer Sandsteinplatte. Eine schöne und ungewöhnliche, aber für Ibbenbüren typische Trophäe, die hoffentlich bald ihren Platz im neuen Vereinsheim findet.

Mindestens genauso toll war die Leistung von "Zwei außer Rand und Band". Die Brüder Steffen und Christopher Nowak schossen sich als Compounder auf einen hervorragenden 6. Platz in der Klasse der Hightec-Bögen. Dieses ist um so erstaunlicher, weil Steffen erst im letzten Jahr mit dieser komplexen Bogenvariante begonnen hat und Christopher eigentlich Recurver ist. Nur um mit seinem Bruder bei diesem einen Turnier gemeinsam antreten zu können, hat er sich überhaupt mit dem Compound-Bogen beschäftigt, sich einen in einem Fachgeschäft geliehen und gelegentlich damit trainiert.

Auch war es ja nur ein Zweierteam, weshalb die Nowaks entsprechend weniger Erholungspausen hatten. Fast schon sensationell haben sie dennoch diverse Mannschaften hinter sich gelassen, bei denen Schützen am Start waren, die regelmäßig Turniere bis zur Bezirksebene gewinnen und auch an Landesmeisterschaften teilnehmen.

Alle waren sich einig, dass sie im nächsten Jahr wieder "die 12 Stunden von Ibbenbüren" auf sich nehmen werden und der TB dann wahrscheinlich mit noch mehr Teams antreten wird.

Quelle: Fotos und Bericht: Joachim Janning

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