Finnisch für Karateka

09.12.2014

"Häää – Hä" Finnisch für Karateka

Nach einem gemütlichen Frühstück bei mir zu Hause und einer ruhigen Anfahrt bin ich am 06.12.14 voller Vorfreude am Lehrgangsort in Herford angekommen, auf dem ich auch meine Prüfung zum 5. Kyu ablegen wollte.

Als ich leicht orientierungslos ins Karate-Studio von Detlef Krüger stolperte, sah ich den Finnen (und Trainer) Risto Kiiskilä bei einer Tasse Kaffee mit anderen Karatekas zusammensitzen. Alle Augen richteten sich erstaunt auf mich und da sagte ich: „Oh, hier bin ich richtig!"

Und das stellte sich später als Slogan des Tages heraus.
Mit einem herzlichen Hallo und einer Vorstellungsrunde ging es dann in die erste Trainingseinheit.

Nach dem Angrüßen frage Risto uns, ob wir „Häää – Hä" machen können.

Und alle haben das Gleiche gedacht: Ist der doof?
Die Antwort auf diese spontane Frage ist: Nein!

Nach einiger Zeit wurde mir klar, worauf er hinaus wollte: Atemtechnik!

Der Grundgedanke des Shotokan Karate ist die schnelle Abfolge einer Abwehr- und einer Kontertechnik mit dem Ziel, den Kampf damit sofort zu beenden.

Und dafür brauchen wir zwei Dinge, Bewegungstechnik und unsere gesamte Körperspannung im Augenblick des Auftreffens, Karatekas nennen das Zweite: Kime!

Damit Kime entstehen kann brauchen wir eine gute Atemtechnik. Die ist der Schlüssel, um einmal Kime zu erzeugen und mit der Bewegungstechnik zu verbinden. Auch der Zeitpunkt des Kime ist entscheidend.

Unter "Häää - Hä" versteht Risto ein Ausatmen in zwei Stößen. Durch die schnelle Abfolge von zwei Techniken die beide (!) mit Kime abgeschlossen werden sollen, haben wir keine Zeit haben einzuatmen.

Im Anschluss hat Risto uns in die richtige Bewegungstechnik eingeführt, die darauf abzielt, die Körperspannung gerade auf den Trefferbereich des Gegners zu leiten. Da war nicht nur die traditionelle Hüftarbeit gefragt, sondern auch alle anderen Körperteile wurden bei der Ausrichtung auf den Trefferbereich einbezogen.

In der zweiten Trainingseinheit haben wir versucht, das Ganze an Einzeltechniken und Kombinationen aus der Kata Heian Yondan (Anm.: Kata = festgelegte Bewegungsabfolge, Kampf gegen einen imaginären Gegner) zumzusetzen.

Uns qualmte der Kopf, und um dass Erlernte sofort in der darauf folgenden und erfolgreichen Prüfung umzusetzen war einfach zu viel.

Zusammenfassend kann ich für mich sagen: Für mein Karate-Jahr 2015 gibt es noch einiges zu tun.

Am Montag beim Kindertraining habe ich die Kinder gefragt: Könnt ihr "Häää-Hä"?

Was glaubt ihr, was die Kinder gedacht haben...?




Danke, Martin, für Deinen Bericht, und herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!

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